Reise nach VERONA


Am 25.06.05 reiste eine Abordnung des Tennisclub Novartis Pharma nach Italien, um neue Gegner und neue Spielorte zu erkunden. Auf dem Programm standen die Plätze des TC Vino Zenato und des TC Arena Verona.

Ausserdem war immer das Wort 'AIDA' in aller Munde. Ich bin von einem Betriebsausflug der beiden Seniorenmannschaften 1 + 2 ausgegangen und zuerst dachte ich, dies bedeutet:"Aktiv In Das Alter", oder "Arbeitskreis Alkohol in der Alltagswelt", bis ich dann im Laufe der Reise erfuhr, dass es sich um die Präsidentin des TC Arena Verona handelte und wir in das Stadion fuhren, um ihre Geschichte zu hören.

 

 
Am Samstag um 7:00 Uhr, mitten in der Nacht, fuhren 2 Kleinbusse mit den Passagieren Felix, Erna, Otti, Sigrid, Rainer, Eva, Rolf, Beatrice, Rudi, Elisabeth, Hedi, Peter, Hans, Renata, Peter und Monika vom Areal des Autohauses Jegge in's Unbekannte. Kaum 10 Minuten unterwegs kamen die ersten Fragen nach einer Rast, die dann aber noch einige Stunden auf sich warten liess.

Nach einer ersten kurzen Rast ging es flott weiter in Richtung italienische Grenze. Trotz eingehender Nachfrage meinerseits hatte doch eine junge Dame ihre Identitätskarte vergessen. Wir überlegten uns kurz, ob wir den italienischen Zöllner auf diese Vergesslichkeit hinweisen sollten, kamen aber von dieser Idee ab, um Hans nicht noch glücklicher zu machen. In Italien fuhren wir nochmals eine Raststätte an, um unsere Bedürfnisse zu erledigen, um dann auf den direkten Weg zu den Tennisplätzen des TC Zenato zu fahren.Aber kaum dort angekommen musste ich als Spielleiter feststellen: weit und breit kein Tennisplatz nur ein Keller randvoll mit Fässern voller feinstem Ripassa, Lugana, Amarone etc. etc. Ich war masslos enttäuscht und warf meinen ersten Tennisschläger in die zugegeben schönen Weinreben der Anlage.

Ich liess mich dann überreden, den einen oder anderen Wein zu verköstigen und meine Laune besserte sich seltsamerweise von Glas zu Glas. Dazu wurde ein kleiner italienischer Snack gereicht, Weissbrot, hervorragendes Olivenöl, Salami und Grana Padano.

Wir fingen mit einem weissen Lugana classico an, machten uns dann über den Lugana Riserva her um dann auf den Roten umzuschwenken. Dem bekanntermassen guten Ripassa folgte der Amarone classico und zur Krönung des heissen Nachmittags genossen wir den Amarone Riserva. Ich habe schnell meinen ersten Tennisschläger vergessen, wir wollten ja schliesslich noch einen anderen Tennisclub besuchen, den TC Arena Verona, dort konnte ich dann ja noch Tennis spielen - dachte ich!

Nach einiger Zeit mussten wir dann leider wieder aufbrechen, um unser Hotel am Gardasee zu beziehen.

Nach gut einer halben Stunde erreichten wir den Ort Peschiera und fanden dann auch gleich unser Hotel Fornaci. Nachdem wir alle unsere Ausweise abgeben durften (alle, ausser Renata!!!), bezogen wir unsere Unterkünfte für 2 Nächte. Die Zimmer waren klein, aber gemütlich und sauber und erfüllten ihren Zweck. Unsere Vermieterin war eine hübsche, offenherzige Dame, die uns sehr freundlich bediente.
Alle konnten wir von unseren Zimmern den Gardasee sehen, es war sehr heiss und wir hatten keine Klimaanlagen in unseren Zimmern, aber einen grossen Ventilator an der Decke, der auch recht gut kühlte. Auf diesem Bild steht übrigens unsere Hotelbesitzerin auf dem Balkon.

 

Nach einer ausgiebigen Dusche und ein paar kühlen Blonden machten wir uns auf den Weg in den Ort Ponti sul Mincio um in einem unscheinbaren Fischrestaurant namens Trattoria Al Doré unser Abendessen zu geniessen. Und ich sage nicht umsonst "zu geniessen". Es war ein wahrer Genuss. Wir assen die Vorspeisen ala Card und für das Hautgericht einigten wir uns auf einen grossen Fisch der Rombo Gigante (Steinbutt) hiess, als er noch lebte. Schon die Vorspeisen waren vom Feinsten. Alles, was das Meer zu bieten hat, wurde uns auf verschiedenen Tellern angeboten, es war ein Traum. Und als ob die noch nicht genug war, kamen als Magenschliesser noch ein paar Platten frutti di mare mista auf Kosten des Hauses. Und dazu ein schön kalter Lugana classico - das Leben kann so schön sein !!

Einige von uns genossen noch einen Schlummertrunk am See, andere gingen schlafen, um am Morgen ausgeruht zu sein für neue Erlebnisse.

Die Nacht endete aprupt für mich. Hedi wies mich um 5:00 Uhr morgens auf einen Sonnenaufgang hin, den ich fotografieren sollte. Es war ein sehr schöner Sonnenaufgang und ich war froh, dass sie mich geweckt hatte, zumal ich sowieso nicht sehr gut geschlafen hatte - diese Hitze !!!

Nach einem ausgiebigen, für italienische Verhältnisse sehr reichhaltigem Frühstück machten wir uns auf nach Verona, um die Tennisplätze zu begutachten - dachte ich. Dort angekommen mussten wir schon relativ weit vom Stadion entfernt parken und ich musste meinen 2. und letzten Tennisschläger ziemlich weit tragen. Dann sah ich den Centercourt (siehe rechtes Foto). Gigantisch gross und Platz für 15.000 Zuschauer. Dort macht es sicherlich einen heidenspass, Tennis zu spielen - dachte ich. Dann erfuhr ich zu meiner riesengrossen Enttäuschung, dass auch dies kein Centercourt eines Tennisclubs ist, sondern eine grosse Freiluft-Opernbühne und dass wir auch nicht Tennis spielen, sondern uns kulturell berieseln lassen werden. Voller Wut warf ich meinen 2. Schläger in das weite Rund der bombastisch grossen Arena. Das musste ich erst einmal verdauen - ein ganzes Wochenende ohne Tennis !

Wir hatten bis kurz vor 13:00 Uhr Zeit zur freien Verfügung und besichtigten alle auf ihre Art diese wunderschöne Stadt. Die Arena, den Balkon von Julia . . . und natürlich auch von Romeo, die wunderschönen Gassen der Altstadt. Italien hat halt schon eine gewaltige Geschichte.

Mittagszeit und Hunger !! Ein kulinarischer Höhepunkt jagt den anderen. Allein die Einrichtung und der Weinkeller dieses Ristorante's sind ein Besuch wert. Und wer sich kulinarisch verwöhnen lassen will, ist hier an der richtigen Adresse. BOTTEGA DEI VINI - merkt euch diesen Namen. Solltet ihr je einmal nach Verona kommen, stattet diesem Juwel einen Besuch ab. Phantasievolle Vorspeisen, delikate Hauptspeisen, verteilt auf verschiedene Gänge. Und wer dann noch ein wenig Platz hat im Magen, sollte von den vorzüglichen Desserts probieren, ein Gedicht. und dazu ein oder zwei Flaschen Valpolicella - traumhaft! So genug geschwärmt, ich bekomme schon wieder Appetit! Nach diesem Hochgenuss habe sogar ich das Tennis spielen vergessen. Es gibt auch noch andere schöne Dinge, als auf den Plätzen einer gelben Filzkugel hinterher zu jagen. Nach diesem ausgiebigen Mahl machten wir uns dann auf den Weg in's Hotel, um uns auf den kulturellen Höhepunkt vorzubereiten. AIDA !! Inzwischen weiss sogar ich, dass dies nicht die Präsidentin eines Tennisclubs ist, sondern die Hauptfigur einer Oper von Giuseppe Verdi.

 

Um 19:00 Uhr machten wir uns nach einem kühlen Aperitiv geputzt und gestrählt auf den Weg nach Verona. Nach einer halben Stunde Fahrt mit einem klimatisierten Grossraum-Taxi erreichten wir unser Ziel, vertrieben uns die Zeit bis zum Anfang der Oper mit Essen und Trinken (hicks!?) und betraten dann mit grossen Augen und Gänsehaut dieses geschichtsträchtige Gebäude. Unsere Plätze konnten nicht besser sein - 12. Reihe, bestuhlt und gepolstert. Die Kulissen waren überwältigend und langsam ging die Sonne unter und die Oper begann. Berauschende Musik, farbenfrohe Kostüme und tolle Darsteller bewirkten, dass sich bei mir des Öfteren die Körperhaare aufstellten.

Ein unglaublicher Abend, ein unglaubliches Wochenende nähert sich dem Ende. Tolle Erlebnisse und Eindrücke hinterliessen, so glaube ich, nicht nur Spuren bei mir, sondern bei allen Mitreisenden. Ich danke Felix Jegge für seine ausgezeichnete Organisation, Hedi Giugliano für ihre perfekte Reiseleitung auf italienisch und Otti Naef und nochmals Felix Jegge für die sichere Fahrt nach Verona und zurück.

Ich glaube und hoffe, dass wir eine solche Wochenend-Reise nicht zum letzten Mal organisiert und durchgeführt haben.

 

 

Ich habe ihn gesehen - den Paten, Don Corleone

"Ich werde ihm ein Angebot machen, dass er nicht abschlagen kann . . . . . "

Aida, Tochter des Königs von Äthiopien, lebt als Gefangene und Sklavin in Ägypten.Sie liebt Radames, der zum Feldherrn im Krieg gegen Äthiopien bestimmt worden ist. Diese Liebe bringt sie in einen Gewissenskonflikt, weil ihr Geliebter gegen ihren eigenen Vater in den Krieg zieht.
Die Tochter des Pharaos, Amneris, liebt Radames ebenfalls.
Als Radames siegreich aus Äthiopien zurückkehrt, darf er zur Belohnung einen Wunsch äußern. Er bittet um die Freilassung der äthiopischen Gefangenen, darunter Aidas Vater. Der Pharao gewährt ihm den Wunsch, behält jedoch Aida und ihren Vater als Geiseln.
Als Belohnung für den Sieg soll Radames außerdem die Hand der Pharaonentochter erhalten.
In dieser ausweglosen Situation überredet Aida Radames zur Flucht mit ihr.Ein Gespräch der beiden, in dem Radames die nächsten Kriegspläne des Pharaos preisgiebt, wird heimlich belauscht und Radames wird so ohne eigenes Wissen zum Verräter am ägyptischen Volk.
Der unfreiwillige Verrat wird bekannt und Radames wird gefangengenommen und soll zur Strafe lebendig in einer Gruft eingemauert werden. Auch die Fürsprache der Pharaonentochter kann ihn nicht mehr retten.
Als sich der Stein über seine Gruft senkt, entdeckt er in seinem Kerker Aida, die gemeinsam mit ihm in den Tod gehen will.