Schluchsee-Damen


Wenn Engel reisen ......

Unsere Berichterstattung fällt etwas kürzer aus als die der Herrenmannschaft. Haben wir uns doch hauptsächlich auf Fitness und Tennis spielen konzentriert anstatt auf das leibliche Wohl, obwohl dies auch nicht zu kurz kam.

Am Freitag, 3. März 2006 starteten wir - Annemarie, Regula, Inge, Esther, Barbara, Monika St. und Hedi – zu unserem gemeinsamen Tennisweekend im „Vier Jahreszeiten“ in Schluchsee.
Die erste März Woche 2006 war ja eine sehr spezielle Woche, denn seit Montag, 27. Febr. hat’s immer und immer wieder geschneit, sodass ich am Freitagmorgen ziemlich unruhig war bezüglich unserer bevorstehenden Fahrt in den Schwarzwald. Es hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass dieses Wochenende für unsere Region das schneereichste seit vielen vielen Jahren war. Nichtsdestotrotz trafen wir uns also für unsere gemeinsame Fahrt. Aber nun hatten wir ein Problem. Eine gewisse Dame kam direkt aus den Skiferien in unser Tennisweekend, d.h. sie hatte 1 Nacht Zeit um neue Sachen zu packen. Also hat sie einfach ihre Taschen mit den Skisachen geleert und mit Tennissachen gefüllt. Sie hatte ungefähr gleich viel Gepäck dabei wie für 2 Wochen Skiferien und wir hatten doch nur 2 Autos! Nach langem hin-und-herladen war das gesamte Gepäck dann verstaut und es konnte losgehen.

Über Koblenz, Waldshut ging’s bei immer stärker werdendem Schneefall langsam über die Schwarzwald-Hochstrasse nach Schluchsee. Regula und ich kamen gut mit den Strassenverhältnissen zurecht. Nach 1.5 Std. Fahrt sind wir ohne Probleme die steile Strasse zum Hotel hochgekommen. Dort angelangt, stand ein schnittiger BMW vor der Tür und so wussten wir, dass auch Monika H. angekommen war und wir somit komplett waren. Glücklicherweise konnten wir unsere Autos in der Tiefgarage parken, denn hätten wir sie draussen gelassen, hätten wir sie am Sonntag unter der riesigen Schneemasse zuerst suchen müssen. Es hat seit unserer Ankunft am Freitagmittag bis Sonntagmorgen ununterbrochen geschneit!!

Nun hiess es Zimmer beziehen und anschliessend etwas essen, denn um 15 Uhr war unser erstes Training mit „gelben Engeln“ und professionellen Tennislehrern angesagt.
Aber nun hatten wir schon wieder ein Problem, d.h. nicht wir alle, sondern zwei unserer Damen. Wir wissen jetzt auch warum eine gewisse Dame soviel Gepäck resp. viele Taschen, mithatte. Diese Taschen waren gar nicht alle gefüllt, sie waren dazu da mit JUPE’s und anderen Gegenständen von anderen Kolleginnen gefüllt zu werden. So kommt man auch zu einer neuen Ausrüstung! Diese zwei Damen sind nämlich fast zu spät ins Training gekommen, weil sie sich nicht einig wurden, wem welche Kleider gehörten. Sie erschienen dann schlussendlich beide angezogen zum Training, aber wir wissen bis heute noch nicht, wer von wem was angezogen hatte. Oder doch?
Nun wurden wir vom Leiter der Tennisschule persönlich (Thomas Schmid) und dem Cheftrainer Jörn begrüsst und gleich in zwei Gruppen („Interclub-Spielerinnen“ und „Nichtmehr-/Nochnicht-/Ersatz-Interclubspielerinnen“) eingeteilt. Nachdem die beiden Trainer uns für 2 Stunden wirklich intensiv – sogar Esther war müde - über die Plätze gejagt haben, war endlich auch „Wellness“ angesagt. Während die einen sich bei einer wohltuenden Massage, oder einem angenehmen Moorbad verwöhnen liessen, haben die anderen im Whirlpool oder in der Sauna ihre müden Muskeln etwas gelockert.

Am Abend war nun lukullisches Wellness angesagt (der Name Lukullus bezeichnet den römischen Feldherrn Lucius Licinius Lucullus, der bekannt war für seine üppigen Gastmahle, und eine, vermutlich nach ihm benannte, Süßspeise).

Wir trafen uns also zum Apéro an der Bar, wo wir wiederum Diskussionen unserer beiden kleptomanisch veranlagten Damen anhören durften. Diesmal musste die eine der anderen ihre Schuhe ausleihen, da die andere nur Tennisschuhe und „Schneeschuhe“ dabei hatte. Wenigstens etwas haben die beiden Kolleginnen gemeinsam, die SCHUHGRÖSSE.

Bei einem vorzüglichen asiatischen Buffet konnten wir aus Herzenslust schlemmen und dazu natürlich ein paar edle Tropfen geniessen und bei einem Schlummertrunk an der Bar, resp. in den Barsofas, haben wir unseren ersten Tag abgerundet.

Es hat während der ganzen Nacht geschneit und somit staunten wir am Morgen nicht schlecht, als wir beim Frühstücksbuffet kaum noch aus dem Fenster sahen, denn es war alles zugeschneit. So kam natürlich auch die Diskussion auf, dass wir am Sonntag UNMÖGLICH nach Hause fahren konnten, wenn’s wirklich so weiterschneit. Wir haben uns also schon darauf vorbereitet, dass wir eine Nacht länger bleiben müssen/dürfen, aber wir haben die definitive Entscheidung auf Sonntag vertagt.

Nach dem überaus reichlichen Frühstück - natürlich mit Sekt – haben wir uns für das zweite Training vorbereitet. Thomas hat keine Kosten gescheut und einen weiteren Tennislehrer – Dominik – einfliegen lassen. Die zwei Stunden Tennis vergingen wie im Flug, war doch das Training so abwechslungsreich und unterhaltend gestaltet. Bei 2 4er Gruppen ist es gar nicht so einfach, alle immer in Bewegung zu halten, aber unsere Lehrer haben dies wirklich professionell bewältigt. An dieser Stelle ein herzliches Danke schön an unsere Tennislehrer. Es war wirklich ein super Training. Aber es war ja noch nicht Sonntag, wir hatten erst Halbzeit.

Nach dem Training war für einige Relaxen, Wellness usw. angesagt, aber Monika H., Esther und ich wollten wieder einmal an die frische Luft gehen. Es schneite immer noch. Also haben wir uns warm eingepackt und gut ausgerüstet auf den Weg ins Dorf gemacht. Wir haben uns durch meterhohe Schneetunnel durchgekämpft. So viel Schnee auf einmal habe ich noch nie gesehen. Es war wie im Märchen. Nachdem wir uns im Dorf etwas gestärkt hatten, haben wir uns auf den Rückweg ins Hotel gemacht, denn um 15 Uhr sollte das Gästeturnier losgehen und das wollten wir auf keinen Fall verpassen.

Am Turnier haben 12 Personen teilgenommen. Es wurde Mixed-Doppel gespielt. Nach 30 Minuten spielen wurden neue Partner/Innen zugelost. Die jeweiligen Gewinner konnten sich bei der „Turnierleitung“ ein goldenes Schleifchen abholen, deshalb heisst das Turnier „Schleifchenturnier“. Am Schluss hatte derjenige oder diejenige mit den meisten Schleifchen gewonnen. Aus unserer Gruppe hat Esther den tollen 3. Platz belegt. Herzliche Gratulation!

Nun war noch einmal Wellness (Massagen, Sauna, Solarium, Whirlpool usw.) angesagt und am Abend haben wir uns am herrlichen italienischen Buffet bedient. Natürlich kam der Wein auch nicht zu kurz oder besser gesagt wir kamen beim Wein nicht zu kurz.
Nach dem Essen haben wir kurz in die Disco geschaut, aber diese war uns wirklich zu laut, sodass wir kurzentschlossen an der Bar unsere eigene Disco eröffneten. Wir hatten sogar Live-Musik! Nach und nach hatte sich wohl rumgesprochen, dass an der Bar ein Fest steigt und so waren wir nicht lange alleine auf der Tanzfläche. Keine Angst meine Herren, es waren praktisch alles Frauen (eine 40ig-köpfige Bäuerinnengruppe aus der Ostschweiz war auch zu Gast im Hotel).
Nachdem sich ein paar von uns zum Schlafengehen verabschiedet hatten, blieb der harte Kern noch zu einem Schlummertrunk und noch einen und noch..... und Esther hatte ihre Rede immer noch nicht halten können...

Beim Frühstück am Sonntagmorgen hatten ein paar komischerweise gar keine Lust zum Sekt trinken. Ich weiss schon warum, die wollten fit sein für die zwei letzten Trainingsstunden. Oder? Ach ja, wir wollten doch noch entscheiden, ob wir nun am Sonntag oder am Montag nach Hause fahren. Aber da gab’s nicht mehr viel zu diskutieren, denn am Sonntag wurden wir mit herrlichstem Sonnenschein und blauem Himmel belohnt. Somit war klar, dass wir fahren mussten.
Unsere beiden Tennislehrer haben uns noch einmal richtig geschlaucht und uns alle Finessen für ein erfolgreiches Tennisspiel gezeigt. Eigentlich wüssten wir jetzt wie’s geht, aber........

Nach dem Training konnten wir noch im eigenen Zimmer duschen und anschliessend gemütlich packen. Nachdem wir alle ausgecheckt hatten, machten wir uns also auf den Heimweg. Es war eine problemlose Fahrt durch den traumhaft verschneiten Schwarzwald.

Um 15 Uhr waren wir bereits im Bustelbach Restaurant, wo wir unser Wochenende bei einem Gläschen Wein ausklingen liessen.

Es war ein wunderschönes, harmonisches, lustiges, geselliges, lachmuskel-strapazierendes, sportliches Wochenende.

In diesem Sinne, AUF EIN NÄCHSTES MAL.

PS: Die Berichterstattung ist doch etwas länger geworden, aber jetzt ist wirklich - frei nach Otti -

AUS – FINI – TERMINÉ