Schluchsee-Herren


Es isch immer wieder schön !!

Mittwoch, 05.04.06

Vier lernwillige ältere Herren, drei aus dem Team "Traditional" ( Felix, Hans, Otti) und einer aus dem Team "young spirit" (Jean), machten sich am frühen Morgen auf den Weg, um sich noch den letzten Rest an Perfektion im Tennisspiel anzueignen. Sie fuhren in einem Fahrzeug eines französischen Herstellers, das tragischerweise schon mit Sommerreifen ausgerüstet war, über Waldshut, die Schwarzwald-Hoch-Strasse (B500) über Höchenschwand und Häusern in Richtung Schluchsee. Ununterbrochener starker Schneefall verwandelte den schönen deutschen Schwarzwald flugs in ein traumhaftes Wintermärchen. Kurz vor dem Hotel in Schluchsee verwandelte sich dieser Wintertraum für Jean und seine Passagiere in einen körperlichen Alptraum. Das französische Auto mit den frischmontierten Sommerreifen schaffte es nicht, die Last der vier durchtrainierten Sportler die Hotelauffahrt bis zum Eingang zu transportieren. Also kam es schon am frühen Mittwoch kurz vor dem ersten Bier zur ersten Trainingseinheit für drei dieser begnadeteten Körper. Sie mussten Jean samt Fahrzeug und Gepäck die letzten Meter schieben. Diese körperliche Höchstleistung schrie dann auch nach der ersten Erfrischung, die dann auch umgehend angegangen wurde. Am späten Abend, nach einer längeren Erholungsphase, ging es dann auch zum erstem Mal auf die Tennisplätze in Höchenschwand. Ihr werdet euch jetzt sicherlich fragen: "Höchenschwand??? Sind die Jungs nicht nach Schluchsee gefahren, um dort auch zu trainieren?" Dies ist eine längere Geschichte über nicht eingehaltenene Abmachungen, Wut, Tränen, Enttäuschung und einem selbstbewussten, redegewandten Mitspieler, der sofort diese unerfreuliche Sache in seine bewährten Hände und den Manager des Hotels zur Brust nahm und für alle,auch für uns, ein gutes befriedigendes Ergebnis aushandelte. (Ab 19:00 Uhr keine Berichterstattung!)

Donnerstag, 06.04.06

Um 8:30 Uhr stand Ruedi (Mannschaft "Traditional") pünktlich vor Peter's (Mannschaft "young spirit") Villa und gemeinsam nahmen sie den Weg in den Schwarzwald in Angriff. Eine gute Stunde später standen sie bei schönstem Wetter, die Sonne strahlte vom Himmel, als hätte sie etwas gut zu machen, vor dem Hotel "Vier Jahreszeiten" um ihre Tennisfreunde zu begrüssen, die noch beim reichhaltigen Frühstück sassen. Aber kurze Zeit später begrüssten sie die sechs Männer herzlich, zogen sich die Tenniskleider an und fuhren im Hotelbus gemeinsam nach Lauchringen. Ihr werdet euch jetzt sicherlich fragen: "Lauchringen??? Sind die Jungs . . . . . . . (siehe oben). In Lauchringen erwartete uns eine perfekte Halle, in der wir wie immer perfektes Tennis spielten. Danach erfreuten wir uns an italienischem Essen und deutschem Bier ( 0.3 oder 0.4? Ganter oder Warsteiner?). Zum Ausgleich ging es nach dem Essen zum Kegeln, dass ganz klar vom einzigen deutschen Mitglied der zusammengewürfelten Mannschaft beherrscht wurde. Etwas später trafen dann unsere persönlichen Trainer Jörn und Bernd ein. Ein intensives Trainig liess uns erahnen, was uns die nächsten Tage erwarten würde. Müde und zufrieden fuhren wir in abenteuerlicher Fahrt nach Hause in's Hotel, um uns auf die nächste Herausforderung vorzubereiten - dem opulenten Abendmahl !! Die feste Nahrung erwies sich zurückblickend als das kleinere Problem, der phantastische Weiss - und Rotwein machte uns da schon mehr zu schaffen - am nächsten Tag. (Ab 19:00 Uhr keine Berichterstattung!)

Freitag, 07.04.06

Der Tag begann für den Einen mit einem dicken Kopf, für den Anderen mit einem fröhlichen Geburtstagsständchen, gesungen von Otti und Felix (oh mon dieu!). Der Benjamin der Truppe feierte seinen 51. Geburtstag und wurde von seinen Männern mit einem Lied und einer festlich geschmückten Morgentafel überrascht. Nach tollem Frühstück ging es für alle zur 2. Trainingseinheit. Bernd und Jörn jagten uns über die Plätze und wir gingen heute alle an unsere Grenzen, was aber eher dem Abend vorher zuzuschreiben war. Durch eine leichte Leistenverletzung fiel für Peter das freie Spielen in Lauchringen aus, sodass sich Felix schweren Herzens bereit erklärte, auch auf die 2 Stunden in der schönen Lauchringer Tennishalle zu verzichten. So hielten sich Peter und Felix durch leichte 20km-Waldläufe fit, während der Rest der Truppe Tennis in Lauchringen spielte. Ihr werdet euch jetzt sicherlich fragen: "Lauchringen ?? . . . . . . (siehe ganz oben). Kaum zurück aus Lauchringen und von den Waldläufen trafen wir uns auf ein Mineralwasser an der Bar, um gleich danach wieder reichhaltig speisen zu gehen. Diesmal bedienten wir uns an einem erstklassigen französischem Buffet. Auch dazu gab es auserlesene Weine, die wir diesmal aber etwas zurückhaltender genossen. Peter bekam noch von seinen Tennisfreunden einen grossen Geschenkkorb überreicht und war sehr gerührt ob dieser Geste. (Ab 19:00 Uhr keine Berichterstattung!)

Samstag, 08.04.06

Auch der neue Tag begann für uns alle wieder mit dem Morgen. Wir trafen uns am Frühstücksbuffet, plünderten es und gingen wie an jedem neuen Tag zur anstrengenden Trainingseinheit. Auch unsere Trainer Jörn und Bernd haben durch uns inzwischen so viel dazu gelernt, dass sie ohne Probleme mit uns mithalten können, technisch wie auch konditionell. Nach 2 lehrreichen Stunden mussten wir wieder etwas Flüssigkeit auffüllen, duschten unsere geschundenen Körper und machten uns bereit für ein weiteres Highlight unseres Weekend-Trips, die Tannenmühle in Grafenhausen. Uns erwartete ein erstklassiges Mittagessen, bestehend aus verschiedenen Forellengerichten, aber auch leckeren Filets von diversen toten Tieren. Solltet ihr an einem Wochenende einmal nicht wissen, was oder wo ihr essen wollt, ist dieses Restaurant wärmstens zu empfehlen. Nach einem lustigen Nachmittag ging es dann auch sofort wieder zurück in's Hotel um ein weiteres Mal Tennis zu spielen. Diesmal machten wir uns bereit, um das Turnier im Hotel "Vier Jahreszeiten" in Schluchsee zu gewinnen. Ihr werdet euch jetzt sicherlich fragen: "Schluchsee?? Warum fahren sie diesmal nicht nach Lauchringen?" Aber lassen wir das!! Diese Turnier wird in die Analen unserer Vereinsgeschichte, aber auch in die des Hotels eingehen. In überzeugender Manier spielte Otti alle anderen an die Wand und gewann dieses Turnier souverän. Das i-Tüpfelchen lieferte dann noch Jean, der guter Dritter wurde. Der Rest der Mannschaft hielt sich, wie abgesprochen, etwas zurück, denn wir wollen ja im nächsten Jahr wieder kommen. Dieser Tag wurde durch ein italienisches Buffet abgeschlossen, abgerundet durch einen spanischen Weissen und einem italienischen Roten. Nachdem wir uns in Grundsatzfragen über rauchfreie Restaurants durchgesetzt und damit ein paar neue weibliche Feinde geschaffen haben, gingen wir noch auf ein Glas süssen Sprudel an die Bar und . . . . . (Ab 19:00 Uhr keine Berichterstattung!)

Sonntag, 09.04.06

Der Tag des Abschieds, der Tag der Tränen und der Trauer, wir müssen zurück. Nach einem guten, wie immer reichhaltigen, Frühstück zahlten wir die Hotelrechnung, Jörn und Bernd bezahlten uns für die Trainerstunden und wir machten uns zufrieden und gestärkt in der Gewissheit auf den Weg nach Hause, etwas für Leib und Seele getan zu haben.

Ein grosser Dank gebührt Felix, der diese Tage perfekt organisiert hat. Er hat es geschafft, Spieler aus zwei so unterschiedlichen Mannschaften zusammen zu führen, die sich sehr gut verstanden haben. Es waren sehr fröhliche und harmonische Tage und ich und Jean hoffen, dass im nächsten Jahr wieder zwei Spieler aus der Mannschaft "Traditional" fehlen werden, für die wir dann gerne wieder einspringen werden.

aus - fini - terminé.